FAQs rundum Ernährung und Diabetes mellitus

Warum wurde das Nasch Konzept umgestellt?

Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand benötigen Personen mit Diabetes mellitus keine speziellen diätetischen Lebensmittel mehr, da für sie inzwischen die gleichen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung gelten wie für die Allgemeinbevölkerung.

Daher wurde von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlen, die Diätverordnung zu ändern und sie dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand anzupassen. Dieser Empfehlung wurde gefolgt und die spezifischen Anforderungen an diätetische Lebensmittel wurden mit der Streichung des §12 der Diätverordnung aufgehoben.

Warum verzichten die neuen Nasch Produkte auf den Einsatz von Zuckeraustauschstoffen?

Mit der Streichung des §12 der Diätverordnung fallen auch Vorgaben für die Verwendung bestimmter Zuckeraustauschstoffe und Süßungsmittel in Diabetiker-Lebensmitteln weg. Neue wissenschaftliche Studien zeigen, dass zuviel Fruktose (Fruchtzucker) in der Ernährung ungünstige Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat und deshalb Fruktose als Zuckeraustauschstoff nicht zu empfehlen ist. Stattdessen sollte beispielsweise auf eine Energiereduktion, eine erhöhte Ballaststoffzufuhr sowie eine moderate Aufnahme freier Zucker wie Glukose und Saccharose geachtet werden.

Warum fehlt die Angabe der Broteinheiten (BE) auf den neuen Nasch Produkten?

Broteinheiten (1 BE entspricht 12g Kohlenhydrate*) werden von insulinpflichtigen Diabetikern als Schätzeinheiten zur praktischen Orientierung herangezogen, obwohl die moderne Diabetestherapie heute große Flexibilität bei der Ernährung ermöglicht. Der Gesetzgeber hat die Angabe der Broteinheiten aus der Diätverordnung gestrichen. Dies musste bei der Überarbeitung der Nasch Produkt berücksichtigt werden.

*Den Gehalt an Kohlenhydraten finden Sie auf jeder Nasch Verpackung in der Nährwerttabelle.

Wie berechne ich die Broteinheiten (BE) bei Nasch Premium Eis?

Je nach Körpergröße, Gewicht und dem Ausmaß an körperlicher Tätigkeit variiert der Enegiebedarf eines Menschen.

Dies gilt für alle Menschen, und damit auch für Diabetiker. Auf der Startseite haben wir deshalb zur Hilfe einen Broteinheitenrechner installiert, der auf der Ernährungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beruht, um Ihnen die Ermittlung des BE-Bedarfs pro Tag zu erleichtern.

12 g Kohlenhydrate entsprechen einer Broteinheit (BE), deshalb sollten Diabetiker immer wissen, wie viele Kohlenhydrate in Lebensmitteln enthalten sind, um die entsprechende Anzahl der BE’s berechnen zu können und die Insulinmenge auf die Nahrung abzustimmen. Die Angabe der Kohlenhydrate finden Sie auf jeder Nasch Verpackung.

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe quellen im Magen auf und verstärken das Sättigungsgefühl durch die Zunahme des Volumens. Aus ballaststoffreicher Nahrung werden die Kohlenhydrate im Darm langsamer aufgenommen, dadurch kommt es zu einem geringeren Blutzuckeranstieg nach dem Essen. Hungersignale entstehen im Gehirn erst bei sinkendem Blutzuckerspiegel. Deshalb wird vor allem Diabetikern empfohlen, sich ballaststoffreich zu ernähren.

Was ist eine Ballaststoffquelle?

Ein Lebensmittel ist eine Ballaststoffquelle, wenn das Produkt mindestens 3g Ballaststoffe pro 100g oder mindestens 1,5g Ballaststoffe pro 100 kcal enthält.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen, am besten durch Vollkornprodukte, Gemüse, frisches oder getrocknetes Obst und Nüsse. Auf eine gleichzeitige ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus (zu deutsch: honigsüßer Durchfluss) ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu einer Überzuckerung des Blutes führt. Ursache ist entweder ein Insulinmangel, eine Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz) oder beides. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Diabetestypen (Typ 1 und Typ 2). Hoher Blutzucker kann anfänglich für Symptome wie vermehrten Durst, häufiges Wasserlassen und Müdigkeit führen. Bestehen die hohen Blutzuckerwerte über Jahre, können dadurch Schäden an Blutgefäßen und Organen entstehen. In den letzten vier Jahrzehnten stieg die Zahl von Menschen mit Diabetes stetig an. Der Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes belegt, dass bereits jeder zehnte Deutsche an Diabetes mellitus leidet – dies entspricht etwa 8 Millionen Menschen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Zahl der Diabetes-Erkrankungen auch in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

Worin besteht der Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes?

Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 liegt ein absoluter Insulinmangel vor, d.h. die Bauchspeicheldrüse der Typ 1-Diabetiker kann gar kein Insulin produzieren. Da der Körper kein eigenes Insulin mehr bilden kann, muss dieses als Medikament gespritzt werden. Diese Form des Diabetes mellitus ist eher selten. Die meisten Diabetiker in Deutschland – nämlich 90% – sind am Typ 2-Diabetes erkrankt. Dies entspricht 7,2 Millionen Menschen. Bei Typ 2-Diabetikern bildet die Bauchspeicheldrüse (zunächst) ausreichend Insulin. Auf Grund einer Insulinresistenz der Zellen kann das Hormon jedoch nur unzureichend wirken und der Blutzuckerwert steigt. Im weiteren Verlauf kann die Insulinproduktion immer weiter abnehmen, so dass auch bei dieser Diabetes-Form eine Insulintherapie notwendig werden kann.

Was ist für eine ausgewogene Ernährung zu beachten?

Eine „gesunde Ernährung“ sollte wenig Fett und Zucker, viel frisches Obst, Gemüse und Salat, wenig Fleisch und viele Getreide- sowie Milchprodukte enthalten. Dabei sollte sie im Alltag umsetzbar sein und nicht zu einer komplizierten Wissenschaft werden, denn Essen ist Genuss, Essen soll Spaß machen und Essen soll das Wohlbefinden fördern. So ist einmal am Tag – ohne schlechtes Gewissen – auch etwas Süßes erlaubt.

Woher kommt der Zucker im Blut?

Zucker- oder stärkehaltige Nahrung wird bereits im Mund und dann im Dünndarm in einfache Zuckerbausteine gespalten. Dabei entsteht Glucose (Traubenzucker), der wichtigste Energielieferant für Gehirn- und Muskelzellen. Glucose geht im Darm in das Blut über und steht dem Körper als Blutzucker zur Verfügung. Deshalb steigt der Zuckerspiegel im Blut bei jedem Menschen nach dem Essen an.

Welche Funktion hat das Insulin im Körper?

Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse. Es hat die wichtige Aufgabe Körperzellen „zu öffnen”, damit Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangen kann und dort für die Energiegewinnung zur Verfügung steht. Fehlt Insulin oder ist seine Wirkung eingeschränkt, führt dies zu zwei Problemen: Die Energieversorgung der Zellen ist nicht optimal und der Zuckergehalt im Blut steigt überdurchschnittlich hoch an.

  • Diabetes

    Bereits jeder zehnte Deutsche leidet unter Diabetes mellitus. Die Betroffenen müssen sich zwar bewusst und kontrolliert ernähren, aber Eis darf durchaus dazu gehören. Hier finden Sie eine große Auswahl an cremigen und fruchtigen Sorten, die genau in den Ernährungsplan passen: Die Angabe der Nährwerte erleichtert Ihnen die Einbindung von Nasch Premium Eis in den Alltag.